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MOZART IN WIEN

Mozart: Genie zwischen Adel und Bettlern

Auch wenn "Don Giovanni" in Prag triumphal uraufgeführt wurde, Italien, England und Deutschland für das Werden des Genies prägend waren: Ohne Wien, seine wichtigste "Lebensstadt", wäre Wolfgang Amadeus Mozart nicht das geworden, was er bis heute ist: das größte Musikgenie aller Zeiten.

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Rund 20 Wiener Orte können sich in ihr Gästebuch schreiben: Hier, in diesen Räumen, in diesem Palais, in dieser Kirche war Wolfgang Amadeus Mozart zu Gast. Allein beim schönen Friedhof St. Marx verhält es sich anders: Dort steht er im Sterberegister.

Im Kindesalter trifft er die damaligen Spitzen der Gesellschaft. Schloss Schönbrunn, 1762: Mozart ist erst sechs Jahre alt, und schon raunt man vom "Wunderkind aus Salzburg." Der kleine Mozart spielt im Spiegelzimmer der Sommerresidenz, "Landesmutter" Kaiserin Maria Theresia ist beeindruckt. Als der Sechsjährige am Ende noch der Kaiserin laut Überlieferung auf den Schoß hüpft, ist sie schlichtweg begeistert.

Sechs Jahre später, 1768, treffen Kaiserin Maria Theresia und der noch immer kleine Mozart gar zweimal aufeinander: In der Wiener Hofburg gewährt die Kaiserin dem bereits international weit herumgekommenem Mozart eine Audienz von zwei Stunden. Und zur Einweihung der Waisenhauskirche am Rennweg schreibt Mozart im Schüleralter von zwölf Jahren seine festliche "Waisenhausmesse", die er in Anwesenheit von Maria Theresia auch selbst dirigiert. Jahre später, 1781, verbringt er in den Kaiserappartements sogar den Weihnachtsabend. Gastgeber ist bereits Österreichs großer Aufklärer, Kaiser Joseph II.

Der "Wiener" Mozart kehrt aber nicht nur bei der Hofgesellschaft ein: Mozart, dieser lebenslustige, seine Umwelt immer wieder herausfordernde Künstler, kennt natürlich auch ein Privatleben, ja sogar ein Leben als besorgter Vater.

Spätestens 1781 - der Salzburger Oberstkämmerer Graf Arco beendet Mozarts Anstellung beim Fürst-Erzbischof im Wiener Deutschordenhaus nach Zwistigkeiten endgültig mit einem Fußtritt in den Allerwertesten ("bey der thüre durch einen tritt im arsch hinaus werfen") - erinnert sich Mozart, nunmehr völlig auf sich selbst gestellt, des Wiener Adels und dessen Mäzenatentum. 1786, als Dreißigjähriger, dirigierte Mozart im Palais Auersperg eine Privataufführung des "Idomeneo".

Den privaten, vor allem aber glücklichen Mozart trifft man am besten im Mozarthaus Vienna an. In der Domgasse 5, im Herzen Wiens, verlebte der Schöpfer der "Zauberflöte" (1791) und der "Entführung aus dem Serail" (1782) wohl seine schönste und erfolgreichste Zeit. Zwischen 1784 und 1787 logiert er hier, im ersten Stock.

Ein ebenso glücklicher Ort für die Familie Mozart muss wohl auch der Stephansdom sein, wo Wolfgang im Jahr 1782 seine Constanze (Weber) heiratet. Gestorben ist Mozart ebenfalls im Herzen Wiens, in der Rauhensteingasse 8. Mozarts irdischer Weg endet am St. Marxer Friedhof, wo Europas größter Musikus, Erfinder zahlreicher Opern, Messen und unvergesslichen Melodien, einsam seine letzte Ruhestätte findet. Der genaue Platz seines Grabes ist bis heute nicht genau bekannt: Mozart wurde in einem Schachtgrab ohne Grabkreuz mit vier bis fünf weiteren Toten begraben, ganz nach der Art der Zeit.

Die "Auferstehung" Mozarts begann bereits einige Tage nach dessen frühem Tod. Bereits am 10. Dezember fand auf Initiative des "Theater an der Wien"-Direktors und Auftraggebers der "Zauberflöte" (1791), Emanuel Schikanender, in der Michaelerkirche eine Seelenmesse für Mozart statt, wo vermutlich auch dessen letztes Stück, das unvollendet gebliebene Requiem, erstmals zu hören war.

Erinnerungen an Mozart finden sich in Wien prominent im Mozart-Denkmal im Burggarten, das im Jahr 1896 erschaffen wurde. Am Zentralfriedhof, Wiens größtem Friedhof, steht seit 1891 ein weiteres Mozart-Denkmal im Ehrengräberhain in unmittelbarer Nähe weiterer großer Komponisten, wie Beethoven oder Strauß.

Einen anderen Weg geht das Haus der Musik: Hier ist Mozart ein eigener Raum gewidmet, der nicht nur Originale aus dessen Leben zeigt, sondern mittels modernem Infotainment die Möglichkeit schafft, die "Kleine Nachtmusik" (1787) mithilfe der durchwegs kritischen Wiener Philharmoniker zu dirigieren.

(Quelle: Wien Tourismus)

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