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FIAKERFAHRT

Fahr‘ ma, Euer Gnadn?

Diese Frage klingt immer dann durch Wiens Straßen, wenn sich jemand einem Fiaker anvertraut, um die innere Stadt zu besichtigen. Die historischen Pferdekutschen sind meist über 100 Jahre alt und liebevoll restauriert. Für eine gemütliche Tour durch die Altstadt gibt es kein schöneres Gefährt. Ab 55,- Euro für eine halbe Stunde geht es los.

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Die Wiener Fiaker gibt es schon seit knapp über 300 Jahren. In der österreichischen Hauptstadt waren sie sehr viel länger ein alltägliches Fortbewegungsmittel als im Rest Europas. Hinter vorgehaltener Hand wird gesagt, es läge an einer gewissen Verweigerung der Wiener eines jeden technischen Fortschrittes gegenüber. Immerhin fuhren in London schon erste U-Bahnen, während Wien sich zur gleichen Zeit gerade einmal an die Pferdetram gewöhnte. Sie sind halt eigen, die Wiener.

Das Wort "Fiaker" beschreibt gleichermaßen Gefährt und Zunft des Fahrers. Die Kutscher waren oft stadtbekannte Originale, die teils auch als Sänger auftraten. Besonders hoch geschätzt: ihre Diskretion, wenn sich wieder einmal ein hoher Herr mit seiner Liebschaft im Fiaker vergnügte. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es über 1.000 lizensierte Fiaker in Wien. Zu dieser Zeit prägten sie Begriffe wie Schmiergeld und Trinkgeld. Schmiergeld erhoben die Kutscher, damit sie die Kosten für die Schmierung des Fuhrwerks decken konnten. Mit dem eingeführten Trinkgeld kehrten die durstigen Kutscher nach der Fahrt gemütlich ein und sie mussten diese nicht mehr ständig mit dem Gast unterbrechen. Oha: Einer der Fiaker muss es irgendwann auch nach Amerika geschafft haben. Bis zum heutigen Tage fahren die nostalgischen Gespanne durch den New Yorker Central Park.

Auf Wunsch der heutigen Fahrgäste erklärt der fahrende Fiaker auch die Sehenswürdigkeiten Wiens. Dieses Wissen ist neben der zünftigen Kleidung eine der Grundvoraussetzungen, um eine Lizenz zu bekommen. Romantiker ordern am besten eine sogenannte "Porzellanfuhre". Früher transportierten die Kutscher so das wertvolle Porzellan sicher von Ort zu Ort. Heute können Sie mit dieser sanften und geschmeidigen Fahrt Ihr Schatzerl bezaubern.

Fiakerstandplätze befinden sich am Stephansplatz, Heldenplatz, Albertinaplatz, Petersplatz und am Burgtheater. Die Preise werden von der Stadt Wien diktiert und sind damit einheitlich. Sie fangen ab 55,- Euro für eine halbe Stunde fangen an.

Fotos: Wien Tourismus, MAXUM, Peter Rigaud, Christian Stemper; Pixabay

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