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MUSEEN

Im Erzgebirge gibt es eine Vielzahl von Museen und technische Denkmäler. In einigen Museen wird die jahrhundertealte Technik sogar im unveränderten Originalzustand vorgeführt.

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Sächsisches Industriemuseum: Im Frühjahr 2003 eröffnete das Industriemuseum seine Zentrale am neuen Standort in Chemnitz an der Zwickauer Straße. Auf über 4.000 qm Ausstellungsfläche besitzt die sächsische Industrie und Wirtschaft nun ein Dokumentationszentrum, das nicht nur die 200-jährige Tradition sondern auch die Gegenwart zum Thema hat. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen nicht nur die technischen Repräsentanten der industriellen Entwicklung. Der Fokus der Ausstellung richtet sich auch auf die gesellschaftlichen Verhältnisse der industriellen Zeit. Es sind die Menschen: die Sachsen, die Unternehmer, die Familie, die Arbeiter, die Karl-Marx-Städter, die Kreativen, die Konsumenten und die Europäer, die die Ausstellung gliedern.

Bergbaumuseum Oelsnitz: Mehr als 20.000 Besucher pro Jahr lassen sich seit nunmehr 15 Jahren in Sachsens größtem Industriemuseum - in Deutschland gehört es zu den bekanntesten Technischen Museen - demonstrieren, was zum Steinkohlenbergbau gehört und welche Anstrengungen die Kumpel auf sich nehmen mussten. Und das viele hundert Meter unter der Erde! Vor über 35 Jahren, 1971, fuhr im Lugau-Oelsnitzer Revier der letzte Hunt mit der letzten Kohle aus dem Schacht. Der Liebknecht-Schacht, als Kaiserin-Augusta-Schacht Jahrzehnte vorher getauft, stellte die Steinkohlenförderung ein. 2.000 Leute am Standort Oelsnitz sollten nun keine Kumpel mehr sein. Die Ausbaustrecken im Museum wurden so angelegt, dass die meisten Besucher während des Rundgangs keine Antwort auf die Frage wissen, wie tief man denn jetzt unter der Erde sei am Streckenausbau. Vor Ort verblüfft feststellen zu müssen, wie man sich verschätzen kann - schon das lohnt den Besuch in der Oelsnitzer Pflockenstraße. Weiterhin haben die Museums-Erbauer auch dafür gesorgt, dass die zwei gewaltigen Fördermaschinen aus den Jahren 1923 und 1933 so erhalten blieben, wie sie bis zum Schluss noch perfekt gelaufen sind.

Erzgebirgisches Spielzeugmuseum Seiffen: Seit der umfassenden Renovierung 1998/99 bietet das Museum heute auf nahezu 1.000 Quadratmetern einen umfassenden Überblick über die Entwicklung des Spielzeugs. Bereits über 8,5 Millionen Gäste besuchten das Haus. Die Emporengestaltung aus dem Jahr 1936, die eingerichteten Stuben mit ihrem Wohn- und Arbeitsmilieu der Jahrhundertwende, die hölzernen Figurenfriese aus den 60er Jahren und schließlich die 6,30 Meter hohe Raumpyramide und der Winterberg "Christmette zu Seiffen" bestimmen auch heute noch die Raumatmosphäre. Kaum bekannte Stücke verdeutlichen in der 2. Etage die Rolle der Spielzeugfachschulen und ihrer künstlerischen Direktoren. Ein umfangreicher Komplex informiert erstmals ausführlicher über die vielgestaltigen Miniaturspielzeuge nach 1905. Die Kostbarkeiten alter weihnachtlicher Volkskunst in der 1. Etage sind stimmungsvoll ausgeleuchtet. Im Dachgeschoss präsentieren sich neben einer wechselnden Sonderschau Kabinettausstellungen zum bergmännischen Thema und zu edlen Hölzern aus aller Welt. Öffnungszeiten täglich 10.00 - 17.00, Eintrittspreise: Erwachsene 3,50 Euro, Kinder von 4 bis 16 Jahren 1,50 Euro, ermäßigt 3,- Euro

Heimatmuseum "Knochenstampfe": Es ist ein technisches Denkmal und ein Kulturzentrum zugleich. Es befindet sich in einem unter Denkmalschutz stehenden Bauernhof mit seinem in der Umgebung einmaligen Rautenfachwerk. Hauptattraktion des Museums ist die noch betriebsfähige Knochenstampfe. Sie wird von einem oberschlächtigen Wasserrad angetrieben und wurde bis 1954 zur Herstellung von Düngemitteln genutzt. Außerdem sind landwirtschaftliche Arbeitsmittel, ein altdeutscher Backofen aus dem Jahr 1585 und ein historisch eingerichtetes Strumpfwirkerzimmer aus der Zeit um 1900 zu sehen. Neue Ausstellungsräume beherbergen Volkskunst mit beweglichen orientalischen Weihnachtsbergen aus dem 19./20. Jahrhundert und den mechanischen Heimatberg, der die Ortsgeschichte von der ersten Besiedlung bis zur Neuzeit wiedergibt. Ein Schulzimmer in historischem Gewand ist dem wohl bekanntesten Sohn des Ortes, dem Philosophen, Juristen und Historiker Samuel von Pufendorf gewidmet, einem Vertreter der deutschen Frühaufklärung. Er wurde am 8. Januar 1632 als Sohn des damaligen Ortspfarrers in Dorfchemnitz geboren. Aber auch wertvolle Stücke einer Sammlung der örtlichen Sportvereine, eine Wohnküche aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts und eine ornithologische und entomologische Ausstellung beinhaltet das Museum. Öffnungszeiten Mi. - Sa. 10.00 - 12.00 und 13.00 - 17.00, So. 12.00 - 17.00, Eintrittspreise: Erwachsene 3,- Euro, Ermäßigte 1,- Euro

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